7. September - 27. September 2026
Eröffnung am 11. September um 19:00 Uhr, Stadtgalerie „Alte Post“
Öffnungszeiten Mo - Fr 14 - 18 Uhr, Sa 10 - 13 Uhr
Mit ihrer Ausstellung „Ein Teil von mir“ präsentiert Renate Höft figürliche Malerei auf Sylt. Intime Motive und gedämpfte Töne laden zum Innehalten und Verweilen ein: ab Montag in der Stadtgalerie „Alte Post“.
Tiefe Lichtsituationen, gedämpfte Farbtöne und eindringliche, figürliche Motive: Die Malerei von Renate Höft zieht Betrachter unmittelbar in ihren Bann. Unter dem Titel „Ein Teil von mir“ zeigt die Künstlerin, die mit ihrer Familie seit 20 Jahren auf Sylt und in der Nähe von Hamburg lebt, im Rahmen ihrer Ausstellung bei den Sylter Kunstfreunden in der Stadtgalerie „Alte Post“ 18 ausgewählte großformatige Bilder in Öl und Acryl. Ihre Arbeiten laden dazu ein, dem hektischen Alltag zu entkommen und in eine meditative Stille einzutauchen.
Die Inspiration für ihre Werke entspringt einem sehr persönlichen Prozess. Immer steht ihre Tochter Johanna als Modell zur Verfügung: „Das Foto ist die neue Skizze“, erklärt Renate Höft im Vorgespräch zur Ausstellung in der Stadtgalerie. „Ich kann die Belichtung machen, die Positionen, die Kleidung – alles bestimmen und danach arbeiten.“ Kunst und speziell die Malerei sind in Anlehnung an den Titel ihrer Ausstellung immer schon ein Teil von ihr. Schon in jungen Jahren war sie fasziniert vom kreativen Arbeiten mit Farben, wenngleich sie hauptberuflich als Redakteurin bei verschiedenen Zeitungen und Verlagen arbeitete. Inzwischen bleibt mehr Zeit fürs Malen, darin geht sie auf.
Die Farbauswahl ihrer Gemälde ist bewusst gewählt und spiegelt die Persönlichkeit der Künstlerin wider. Auf leuchtende Farben verzichtet sie bewusst. „Ich bin niemand, der mit schreienden Farben unterwegs ist, und deswegen kann ich auch nicht so malen“, betont Renate Höft.
In ihren figürlichen Werken geht es Höft, die auch Mitglied bei den Sylter Kunstfreunden ist, nicht um vorgegebene Botschaften oder starre Interpretationsmuster. Sie überlässt das Erleben völlig dem Betrachter: „Ich weigere mich, Interpretation zu liefern, ich habe da gar kein Sendungsbewusstsein. Es berührt mich, wenn Leute von den Bildern berührt werden.“
Diese emotionale Wirkung beschreibt Höft am liebsten mit den Worten einer Ausstellungsbesucherin, die vor ihren Werken innehielt: „Das schönste Kompliment hat mir mal eine alte Dame gemacht: ‚Ich mag hier gar nicht weggehen. Das ist so schön, das gibt mir so eine Ruhe.‘“
Auch das Plakatmotiv der Ausstellung – ein Bild, auf dem das Gesicht durch ein Hemd verhüllt wird – fordert zum Hinsehen und Nachdenken auf. „Ein verhülltes Gesicht wirft die Frage nach dem Gesicht auf“, so die Künstlerin. „Ein Plakat muss Interesse wecken.“
Wer jetzt neugierig geworden ist und sich auf die ruhige, emotionale Bildsprache von Renate Höft einlassen möchte, kann ihre Ausstellung ab Montag bis zum 27. September täglich von 11 bis 17 Uhr besuchen. Die Vernissage findet am Freitag, 11. September, ab 19 Uhr in der Stadtgalerie „Alte Post“, Stephanstraße 4 in Westerland statt.